Soll von Groß Kölzig

Der Gletscher auf dem Rückzug

Lokalitätsbeschreibung

Sölle sind Landschaftsformen, die während der Eiszeiten entstanden sind. Der Begriff stammt aus dem Plattdeutschen und bedeutet soviel wie „Wasserloch“. Als sich das Inlandeis am Ende der letzten Kaltzeit zurückzog, sind sogenannte Toteisblöcke zurückgeblieben und teilweise unter den, vom Gletscher mitgebrachten Sedimenten (Moränen) begraben wurden. Nach dem Abschmelzen des Eises sackt das darüberliegende Material nach unten ab und es entstehen, teils wassergefüllte Bodenken mit (meist) kreisrundem Umriss. Im heutigen Zustand ist das Soll verlandet und ist nur noch in Perioden erhöhter Niederschläge mit Wasser gefüllt.

Daten

Lokalität

Německo

Geländeschwierigkeit

1 / 5

Zeitanspruch

0.2 st.

Überhöhung

135 m

Was wird ihr hier sehen?

Soll

1

Abschmelzen des Gletschers: Toteisblöcke bleiben an der Erdoberfläche oder unter den mitgebrachten Sedimenten zurück.

Soll

2

Nach dem Ausschmelzen eines Toteisblockes bildet sich ein See. Auf seinem Grund setzen sich feine Sedimente ab.

Soll

3

Heute ist das Soll verlandet.

Wisst ihr, dass…

…Sölle und sollartige Strukturen vor allem aus dem westlichen Bereich des Muskauer Faltenbogens bekannt sind?

Für Neugierige

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Wie kommt ihr zu uns?

Von der Geschäftsstelle des Geoparks folgen Sie der B115 nach Groß Kölzig und biegen in die Bahnhofstraße ab. Nach wenigen hundert Metern halten Sie sich rechts und folgen der Alten Heerstraße bis zum Groß Kölziger Soll an der Kreuzung Conradgrubenweg/Kirschallee.

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