GEOPFAD ZUM EISENSCHATZ
Ein Lehrpfad auf den Spuren des Eisenerzabbaus in der Umgebung von Hamr na Jezeře
Lokalitätsbeschreibung
Der Eisenerzabbau entwickelte sich als ein sinnreiches System von Bergwerken in dem Sandsteingebiet zwischen Doksy und Hamr bereits Anfang des 16. Jahrhunderts. In der Landschaft blieben bis heute Gruben und oft mehrere hundert Meter lange Gräben, senkrechte Schächte und Stollen erhalten. Das große Volumen des abgebauten Taubsteins auf den inzwischen mit Wald bewachsenen Halden zeugt von dem beträchtlichen Umfang des einstigen Abbaus. Machen Sie sich mit uns auf den Weg zu diesen Spuren in der Umgebung von Hamr na Jezeře. Länge: 5,5 km.
Stationen:
- Altan des Geoparks – Informationsaltan mit einer Reliefkarte der Umgebung, Startpunkt des Geopfads
- Burg Děvín – Ruine einer mittelalterlichen Burg, im 16. Jh. Sitz der Herren von Biberstein, die den Eisenerzabbau in ihrer Domäne förderten.
- Eingestürzter Stollen – rechts an der Treppe zur Burg Děvín – Reste von einem Stollen zum Eisenerzabbau und ein zu Tage tretender Polzenitgang
- Burgbrunnen, Vorhof der Burg Děvín – der Burgbrunnen wurde mit dem System der Stollen zum Erzabbau verbunden
- Stolleneingang – unter den Mauern der Burg Děvín – Mündung eines Hilfsstollens, der zum Transport beim Eisenerzabbau diente
- Eisenrosen – Sandsteinbruch am SW Hang des Berges Hamerský Špičák – Eisenhaltiger Sandstein in einer Form, die an eiserne Rosen erinnert
- Schächtenstein – das tiefste Bergwerk – markante Spuren des Abbaus, Länge des Bergwerks 75 m und Tiefe 17 m, Blick zum Berg Široký kámen
- Schächtenstein – Seitenstollen, abgesicherter Eingang in einen Hilfsstollen und runde Einbruchsenke an der Stelle des ursprünglichen kleinen Schachts
- Felsenbühne – eine kleine Felsenstadt mit einem Felsentor
- Eisenstämme – stabartige Formen des eisenhaltigen Sandsteins, die an Eisenstämme oder versteinerte Bäume erinnern
Daten
Lokalität
Česko
Geländeschwierigkeit
3 / 5
Zeitanspruch
2 st.
Überhöhung
193 m
Was wird ihr hier sehen?

1
Stollen unter der Burg Děvín

2
Der größte Bergbau Schächtenstein

3
Eisenhaltiger Sandstein in Form von Eisenbalken
Wisst ihr, dass…
Wie man von historischen Aufzeichnungen weiß, stand ein Hammer schon 1511 auf dem Gebiet zwischen Děvín und dem heutigen Ort Hamr na Jezeře und um ihn herum entwickelte sich Schritt für Schritt ein neues Dorf. Dieser Hammer gab dem heutigen Ort seinen Namen. Man förderte Erz im Tagebau oder in Stollen geringer Tiefe, insbesondere um den Děvín und den Hamerský Špičák herum. Im 17. Jahrhundert wurde der Eisenerzabbau stillgelegt, aber in der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde er von Graf Adam Franz Hartig mit ungewöhnlicher Intensität wieder aufgenommen. Außer dem klassischen Bereich Děvín entstanden weitere Bergwerke bei Stráž pod Ralskem und Svébořice, die beinahe 40 Jahre betrieben wurden. Das Erz wurde in einem Hochofen in Hamr na Jezeře sowie in fünf Hammerwerken in der Umgebung bearbeitet. 1797 wurden die Bergwerke stillgelegt, aber bis heute finden wir Spuren davon in der Landschaft.
Wie kommt ihr zu uns?
Der Lehrpfad beginnt am Informationsaltan des Geoparks, wo man parken kann. Von hier aus geht man auf dem rot markierten Wanderweg entlang zum Děvín, danach auf dem gelben Wanderweg über Schächtenstein zur Felsenbühne und weiter folgt man der grünen Markierung zurück zum Altan.
- 471 28 Hamr na Jezeře
- 50.6919517N, 14.8603122E
Galerie der Lokalität
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