DIE WEGKREUZUNG ZUM SOCHOR

Ein Denkmal zum Andenken an Generalmajor der Tschechoslowakischen Armee Antonín Sochor.

Lokalitätsbeschreibung

Ein Denkmal zum Andenken an Generalmajor der Tschechoslowakischen Armee Antonín Sochor, der hier bei einem ungeklärten Autounfall 1950 schwer verletzt wurde. Generalmajor Antonín Sochor (16. 7. 1914 – 16. 8 1950) war ein tschechoslowakischer Soldat, Träger des Ordens des Weißen Löwen, des Ordens Held der Sowjetunion und weiterer sieben Orden sowie vierzehn Auszeichnungen von insgesamt fünf Staaten.

In der Nacht vom 15. auf den 16. August 1950 kam es im Militärsperrgebiet Mimoň in der Nähe des Berges Stohánek zur Kollision eines schweren Lkws der Fallschirmjäger mit dem Stabswagen des Oberstleutnants Sochor. Der schwere Lkw prallte in den Pkw von der rechten Seite, wo auf dem Beifahrersitz gerade Antonín Sochor saß, der durch den Aufprall schwer verletzt wurde. Sochors Fahrer versucht, durch Ausweichen nach links die Kollision zu vermeiden. Nach den Spuren auf der Fahrbahn und der Stellung der Fahrzeuge nach dem Unfall zu urteilen, war der starke Aufprall und das folgende Abdrängen des Pkws von der Fahrbahn ohne die kleinste Brems- und Ausweichreaktion wahrscheinlich kein zufälliger Unfall. Sochor erlitt dabei schwere Kopfverletzungen und verstarb am 16. August im Krankenhaus in Jablonné v Podještědí. Diesen Tod verdunkeln bisher gewisse Unklarheiten. Viele Menschen waren und sind überzeugt, dass es sich um keinen Unfall, sondern ein gründlich geplantes Attentat handelte.

Daten

Lokalität

Česko

Geländeschwierigkeit

1 / 5

Zeitanspruch

0.5 st.

Überhöhung

48 m

Was wird ihr hier sehen?

Sochor

1

Denkmal mit dem Porträt Antonín Sochors

Sochor

2

Infotafel zum tragischen Tod

Sochor

3

Altan des Geoparks Ralsko

Wisst ihr, dass…

Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939 war die Tschechoslowakische Legion in der Sowjetunion interniert. Im Januar 1943 befehligte Antonín Sochor die Aufklärer und am 6. März 1943 wurde er mit der Erkundung der Umgebung von Sokolowo beauftragt. Er und seine Männer befolgten den Befehl, in einem Schusswechsel liquidierten sie sogar eine Gruppe deutscher Panzergrenadiere. Zwei Tage später kämpfte Sochor aktiv in der Schlacht bei Sokolovo. Obwohl er leichte Verletzungen erlitt, hielt er im Kampf bis zum Abend aus und zog sich erst in der Nacht mit den restlichen Soldaten hinter den Fluss Msha zurück. Am 10. März wurde er mit seinen Verletzungen in das Krankenhaus in Charkow überführt. Charkow wurde durch SS-Einheiten erobert, aber Sochor gelang es, aus der besetzten Stadt zu flüchten und dabei noch zwei weitere verletzte Tschechen mitzunehmen, wodurch er sich selbst und ihnen das Leben rettete, denn die Deutschen erschossen die in dem Krankenhaus hospitalisierten tschechoslowakischen Soldaten. Für die Tapferkeit im Kampf und den Mut bei der Rettung der Verletzten aus Charkow wurde er mit dem Tschechoslowakischen Kriegskreuz 1939 und dem sowjetischen Orden der Roten Flagge ausgezeichnet.

Für Neugierige

Zatím tu nic není.

Wie kommt ihr zu uns?

Zur der Wegkreuzung kommen Sie am besten mit dem Fahrrad von Hamr na Jezeře, es sind nur 3,5 km mit einer leichten Steigung. Unterwegs können Sie einen Halt am Moor des Teiches Černý rybník oder auf dem Berg Stohánek machen.

Galerie der Lokalität

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