Gieserlandschaft Drachenberge

Gieser, abflusslose Längstäler, Morphologie durch Menschen nicht verändert

Lokalitätsbeschreibung

In Bereich der Drachenberge ist in einem etwa 3 km2 großen aufgeforsteten Kiefernhochwaldgebiet zwischen den Orten Krauschwitz (im Osten), Weißwasser (im Westen), B 156 (im Norden) und der ehemaligen Eisenbahnlinie Weißwasser-Forst (im Süden) eine Gieserlandschaft erhalten geblieben, deren Morphologie durch den Menschen nicht verändert wurde. Entlang einer Waldschneise mit Fußweg können hier auf einer Strecke von 700 m Länge fünf Gieser überquert werden. Entlang des Weges werden Gieser besucht, die zu den größten und tiefsten im Muskauer Faltenbogen gehören (Breite um 50 m, vereinzelt bis 70 m, Tiefe 3-15 m).
Gieser sind langgestreckte abflusslose Täler. Sie bilden sich durch Einsenkung über aufgerichteten Kohleflözen. In Folge langsamer Oxidation im Bereich des lufterfüllten Porenraums (unter der Oberfläche, über Grundwasserspiegel) vererdet die Kohle und verliert an Volumen.

Daten

Lokalität

Německo

Geländeschwierigkeit

2 / 5

Zeitanspruch

0.5 st.

Überhöhung

23 m

Was wird ihr hier sehen?

Dračí hory

1

Das Gebiet der Drachenberge im digitalen Geländemodell ohne Bewaldung, Größe der 1,5 x 2,0 km, 2-fach überhöht.

Dračí hory

2

Querschnitt durch einen Gieser, gezeichnet nach einem Aufschluss im Tagebaurestsee der Mulde VII bei Halbendorf.

Dračí hory

3

Der Doppelgieser am Südende des Exkursionsweges gehört mit 15 m Tiefe zu den tiefsten Giesern im Faltenbogen.

Wisst ihr, dass…

… im Wappen von Krauschwitz drei Birnen abgebildet sind? Die beziehen sich auf den sorbischen Namen Krušwica, was ‘Birnendorf’ heißt. Auch ein Amboss und Hammer sind zu sehen, die die Eisenverhüttung während der Gründungszeit des Nachbarortes Keulas symbolisieren.

Für Neugierige

Zatím zde není nic.

Wie kommt ihr zu uns?

In Krauschwitz fährt man an der Kreuzung B 156 und B 115 etwa 500 m nach Westen zum Eingangsbereich eines Umspannwerks. Hier gibt es Parkmöglichkeiten. Ca. 70 weiter westlich führt ein Waldweg nach Süden, kurz darauf biegt man rechts ab, umrundet einen Hochspanungsmast und biegt dann links auf die gerade Schneise, die nach Süden über mehrere Gieser zu den Drachenbergen führt. Festes Schuhwerk erforderlich.

Galerie der Lokalität

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