Auf den Spuren der Glasgeschichte

Geschichte - Handwerk - mobile App

BESCHREIBUNG DES ERLEBNIS

Im deutsch-polnischen Geopark Muskauer Faltenbogen können Sie in die Geschichte des lokalen Handwerks eintauchen. Noch heute atmen die Glashütten der Region die Ge­schichte der in den Städten und Dörfern fest verankerten Glasherstellung und der dort lebenden Menschen. Besonders die Stadt Weißwasser/O.L. ist untrennbar mit der Tradition der Glasherstellung verbunden. Industrielle Bauten wie Glashütten und -Veredlungsstätten, Bürgerhäuser und Villen aus der Zeit des Glasbooms prägen das heutige Stadtbild.

Die Vergangenheit der Glasproduktion zeigt der Glasmacherweg

Mit dem Bedeutungsverlust der Glasproduktion und dem Stadtumbau seit 1990 droht die Geschichte jedoch zu verblassen, die die Menschen einst stolz und wohlhabend machte. Heute stehen nur noch die Stölzle Lausitz GmbH und die Telux GmbH für die rund ein Jahrhundert andauernde intensive Glasgeschichte Weißwassers. Eine begehbare Glasroute uncover (dt.-pl.-engl.) und zahlreiche größere und kleinere Projekte sollen die Vergangenheit lebendig erhalten. Auf dieser kann der Besucher mittels Karte oder App die Glasstandorte auf eigene Faust erkunden und sich die Geschichte der Stadt damit selbständig erschließen. Namhafte Personen wie Wagenfeld oder Neufert begleiten den Besucher dabei. Die Stätten ihres Wirkens sind heute noch überraschend authentisch. Die Route wird ständig erweitert und bringt neue Perlen ans Licht.

Daten

Lokalität

Německo

Geländeschwierigkeit

2 / 5

Zeitanspruch

3 hod.

Jahre Glashandwerksgeschichte
0
Glashütten am Anfang des 20. Jahrhunderts
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Glasmacherweg
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Berühmte Glasmachergeschichte

Die Glastradition von Weißwasser/O.L. wurde mit der Errichtung und Inbetriebnahme der ersten Glashütte im Jahr 1872/73 begründet. Ausschlaggebend war das Vorhandensein hochwertiger Rohstoffe im Muskauer Faltenbogen und der glückliche Umstand der Errichtung der Eisenbahnlinie Berlin-Görlitz, die das Heidedorf Weißwasser auf Initiative der Standesherrschaft Muskau querte.

1908 - Glashütte in Weißwasser
1920 - Glashütte Osramwerk
1908 - Glashüttenarbeiter

WISST IHR, DASS…

Mit elf Glashütten verfügte Weißwasser Anfang des 20. Jahrhunderts über die höchste Konzentration an Glashütten an einem Ort in Europa. Etwa 75% der Einwohner waren in der Glasindustrie tätig. Große Bekanntheit erlangte der Glasstandort Weißwasser, als 1935 der Bauhaus-Schüler Wilhelm Wagenfeld die künstlerische Leitung der Vereinigten Lausitzer Glaswerke übernahm. In den Kriegsjahren und danach kämpfte die Glasindustrie mit fehlenden Arbeitskräften und schwerwiegenden Zerstörungen sowie Demontage, konnte sich jedoch den guten Ruf zurückerobern.

PRAKTISCHE INFORMATION

Um die Glasroute zu erleben, reist man am besten mit dem Zug an und beginnt am Bahnhof Weißwasser/O.L. Dort kann auch das Auto abgestellt werden.Vor Ort folgt man den Tafeln mit Karte und Flyer. Der Flyer steht zum download auf www.muskauer-faltenbogen.de bereit und ist in Touristinformationen erhältlich. Eine App ist in Vorbereitung („Uncover – Glas.Geschichte.Weisswasser/O.L.).

Galerie

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